Enttäuschend sind sie, dieser Kasimir und diese Karoline, versinken im Klamauk eines hinreißend schweren Bühnenbildes. Die riesigen silbernen Ballons schweben bedrohlich über den Köpfen der Spielenden. Dann sinken sie und fallen dumpf zu Boden, in kleinen Amplituden springen sie in die Stille. "Sind wir zu schwer? Heißt das, wir passen nicht zueinander? Heißt das, wir trennen uns?", fragt Kasimir (Mirco Kreibich) die Karoline (Maja Schöne), die sich gerade (auf dem Ballon) davon schwingt. Er, der Pessimist. Sie, die Melancholikerin. So heißt es, aber man spürt die Charaktere nicht. Es ist nur ein Treiben, das Münchner Oktoberfest fungiert als Setting und so ersaufen sich alle im Dialog des Nichts in diesem Spiel. Das geht auch ohne Beckett. Kasimir hat gerade sein Fahrgeschäft verloren. Vielleicht ist es Zufall, dass Karoline sich genau jetzt für andere Männer zu interessieren beginnt. Ein, zwei, drei - gleich. Sie trägt ihren dünnen Körper - um Aufmerksamkeit...
Rezensionen und Gedanken