In einer sich verselbstständigenden, flatternden Opernkulisse suchen die Künstler fern der Bühne nach neuen Möglichkeiten im System Kapitalismus: Fremd- statt Selbstverwirklichung, die Attraktivität zu Hause abstreifen können, die Liebe, die ohne Widerruf ist, das Dasein. In Polleschs "Die Kunst war viel populärer als ihr noch keine Künstler wart" kreisen ausgesprochene Gedanken um das Künstler-Dasein, Attraktivität und Persönlichkeit, Talent und Handwerk, das Empfinden und den Körper, das Herausbilden und Vergehen; den Schmerz, der niemals aufhört. keine Betäubung und selbst der Tod lindert den Schmerz nicht - wie eine Narkose, die alles betäubt - sondern löscht lediglich die Erinnerung daran, dessen Existenz. Gedankenraten bis zum Würgegriff. Narkotikum oder Bühnenebel? Die Volksbühne kooperiert mit Hamburg, eine Hand voll Pollesch-Fans, sonst weigert sich Hamburg, die Ränge zu füllen. Aber die wenigen geben überzeugenden Applaus. Das Stück anhalten wollen, die Worte, die ...
Rezensionen und Gedanken