Die Ameise ist ein schönes Tier. Sie ist nicht groß oder schön, aber sie nimmt sich selbst nicht so wichtig. Sie ist fleißig, sie produziert - wie der Künstler, ganz im Dienste in der Kunst. Peter Sempel wirft in seinem Film "The animals of art" einen leisen Blick über die Schultern von Daniel Richter und Jonathan Meese, zeigt die Künstler in ihrem Tun und Element: dem Schaffen, der Arbeit und Kunst, so intim und verspielt, nervös und repräsentativ. Er streift die Kunstszene in beiläufigen Bildern und kurzen Statements und schafft es doch sie ziemlich genau und ohne Aufschrei abzubilden. Ausschnitte von Kunstbetrachtern auf Messen und in Museen, Hackenschuhe und Rückenansichten, kaum Mimik. Dazwischen blitzen Ansichten von Mönchen in Tibet. Verehrung. Betrachtung. Bewertung. Kurze Zitate, wobei nur Augen oder Münder sprechen. Dann wieder rutscht man ins Intime, das Atelier, die Arbeitssituation - und blickt in das Absurde, Leichtfertige und Sonderbare. Das was vor dem Werk...
Rezensionen und Gedanken