Der Prinz, das Infant, der springende, unruhige, der hoffnungsvoll sich der Liebe zuwendende Don Carlos, seiner Königin Mutter, die zugleich die Geliebte des Vaters, seine Liebe nicht würdigt. Beide verloren zwischen Leidenschaft und Intrige. In einem Bild voll rollender Musik und Drehangelkreuzen, die sich quer stellen im Irrgarten, dem Karussell dem Wahnsinn, dem die Verzweiflung und die abgrundtiefe Hoffnung an das Wahre zugrunde liegt, aus dem sie sich nicht befreien können. Auch sind die Gedanken frei, ist die Stirn eng, die Flucht ein Gefängnis, aus deren Taubheit sich nur schwer befreien lässt. Die Seele, die in der Herzensfreunde Täuschung ahnt, festhält an dem Glauben an Inniges, das Leben voller Leid und Leidenschaft. In der Geringschätzung des Vaters, des Feindes, versucht das Infant Don Carlos ihm demütig Liebe abzukämpfen zu erzwingen. Wir sind leer und voller Sehnsucht. Und dass sie nichts mehr fühle, Projektion zulässt, liegt allein am Manne, dem sie nicht...