Und dann kam Gerta ... Und dann kam Pauline ... Und dann kam Adam ....und dann ging nichts mehr. Karriere nicht, spontane Konzertabende nicht mehr, Paarleben außerhalb der Wohnung - vorbei. Das geht einfach nicht mehr - mit Kind. So hört man es immer wieder die opfernden Eltern sagen. "Wer vor dem Kind kein Talent hatte, entfaltet es auch danach nicht." Im Stück "Und dann kam Mirna" stellt Sibylle Berg die Mütter in den Mittelpunkt. Nicht die Helikopter-Mütter mit Burnout. Oder doch, auch die. Es geht um vier Mütter-Stereotype, die im Selbstfindungs- und Dauer-Analyse-Modus gefangen sind, in einer Küche, bei zu viel Wein, mit anderen Müttern, die gerne über ihre Lebens- und Berufspläne sinnieren. Aktionspläne schmiedet eine, auf die große Revolution wartend. Die andere will eine Frauen-Kommune auf dem Land gründen und dort am Notebook arbeiten, leidet aber an einer Angststörung. Die nächste träumt noch davon, mit ihrem Studium irgendwann, wenn die Kinder...
Rezensionen und Gedanken