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Es werden Posts vom Mai, 2014 angezeigt.

Die Kaputtness aller

Lars Eidinger im Gespräch mit Daniel Josefsohn und Sarah Kuttner "Ich glaube, wir sind alle ganz schön kaputt. ... Ich glaube unsere Seelen sind alle extrem beschädigt. ...  Ein Schauspieler hat natürlich eine bestimmte Glaubwürdigkeit, weckt das Interesse, wenn er das offenlegt, was andere in sich vermuten. Der normale Kautz gesteht sich das ja vielleicht nicht ein. Schauspielerei funktioniert immer darüber, dass man in dem Schauspieler etwas wiedererkennt, was einen an einen selbst erinnert - nur dann ist Schauspielerei ja wirklich glaubwürdig, interessant und faszinierend. Guckt mal, dem scheint es gerade so zu gehen wie es mir auch manchmal geht. Dann beginne ich empathisch zu werden."   "Aber dann spieltst du ja nur die Kaputtness der Leute?" "Genau." "Aber nicht deine eigene." "Doch - auch. Denn meine Kaputtness ist die Kaputtness aller." Online-Version des Beitrags_ http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/live/1822440/...

"Vorstellen, verstellen, darstellen ..."

"Das ist die Dreifatigkeit der Kunst" , erklärt der Direktor Hassenreuther (Karin Neuhäuser) des verstaubten Theaters dem jungen Theologen Spitta (Mirco Kreibich), der sich dem Wahren zuwenden will, etwas wirklich bewegen will, auf die Bühne muss. "Aber das ist doch Kunst" , zweifelt seine Freundin Walburga, die Tochter des Theaterdirektors. Das Echte sehen. "Die Leute wollen nicht mit der Realität konfrontiert werden" , tobt Hassenreuther, dessen Theater die eigene Depression nur überlebt hat, "die wollen genießen" und wendet sich seinem rudimenteren Ensemble zu, einer rothaarige Schönen, die für ihn tanzt und ihm assistiert. Die wirklich wirkliche Wirklichkeit auf der Bühne? Die drei unternehmen den Versuch dennoch. Und verlassen die staubigen Räume des leeren Theaters und inspizieren die Obdachlosen, eine raue Horde Wilder, trunken, brutal und animalisch, vergewaltigen sie die Schauspielerin. Es unterbricht die Maske, aufatmen, nur ei...

Atmen

Birgit Brenner wiedergefunden. Eigen+art. Jetzt also mit 3D-Collagen von Geld und Wellensittichen, die Hotel.Zimmer.Geschichten, zärtlich-verstörend wie ausgeklappte Drehbücher an die Wände des Raums gestellt, sind verschwunden. Kein Mensch, kein Drama. http://www.eigen-art.com/files/thumbs/bbrenner_atmen_reicht_nicht_2.jpg