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Es werden Posts vom Dezember, 2018 angezeigt.

Ferne Väter

"Das ist schnell gelesen", legt mir eine Freundin "Töchter" (2018 Rowohlt) von Lucy Fricke auf den Tisch. Unbedeutend, denke ich, wenig Tiefe vielleicht. Doch es ist anders: düster und humorvoll zugleich. Ich wandere mit der Ich-Erzählerin Betty nach Italien, in die leeren kalten Kathedralen und das Pantheon in Rom. Dann ist sie auf Zuruf ihrer Freundin Martha wieder in den schmutzigen Straßen Berlins. Ich finanzierte mich, indem ich aus der Stadt verschwand. Brauchte ich Geld, fuhr ich weg, in Gegenden, die billiger waren als diese, und davon gab es jede Menge. Zwischen Altwerden, Alkoholexzess und Fehlgeburten treffen sie sich wieder, um sich auf den Weg zu ihren Vätern zu begeben. Betty, gerade zurück, vom Versuch, das Grab ihres verstorbenen Vaters zu finden. "Du hast so viele Väter, dass ich gar nicht nie weiß, von welchem du sprichst." Martha übertreibt. Sie wird von ihrem Vater gebeten, ihn auf seiner letzten Fahrt zu begleiten. "Das ...