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Es werden Posts vom August, 2024 angezeigt.

In Schopenhauer baden

Irvin D. Yaloms „Schopenhauer-Kur“ (2009, btb) ist ein “seltsame Mischung aus Roman, Psychobiografie und Psychotherapie-Pädagogik”. Der Therapeut Dr. Julius Hertzfeld erhält eine tödliche Diagnose. Vielleicht in der Absicht, etwas abschließend klären oder versöhnen zu wollen, kontaktiert er einige seiner ehemaligen Patienten. Den sexsüchtigen Philip Slate findet er Jahre nach der Therapie verändert vor: kontrolliert, nicht mehr im Labor, sondern als philosophischer Berater tätig, auf dem Weg Psychotherapeut zu werden. Die Therapie bei Hertzfeld habe ihm nichts gebracht, erzählt er direkt beim ersten Wiedersehen. Erst Schopenhauers Werk versprach ihm einen Weg der Linderung und Veränderung. Nun brauchen sich beide nochmal. Der eine die Supervision für die therapeutische Zulassung, der andere die letzte Auseinandersetzung mit dem Unvollendeten. Auch Schopenhauer nimmt Platz Julius, Philip, Pam, Bonnie, Gill, Stuart, Tony und Rebecca sitzen im Stuhlkreis. Auch Schopenhauer nimmt zeitweise...

Alle 16 Jahre eine Tochter

„Kinder trauriger Eltern haben schöne Namen“: 32 Jahre Altersunterschied trennen Matea und Mercedes, dazwischen wird Mira geboren. Mika Sophie Kühmel schreibt in ihrem Roman „Triskele“ (S. Fischer 2022) über drei Schwestern, deren Mutter sich das Leben nahm.