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Es werden Posts vom Februar, 2014 angezeigt.

Verschlungen schläft Guston in Pastell

Philip Guston in der Sammlung Falckenberg. Die pastellfarbenen Werke wischen Beinen, Gelenke, Schuhsohle, Butterbrote und Zigarettenstummel auf die Leinwand. In Comic-Manier und den seichten Farben wirken sie harmlos oder humorvoll - auf den ersten Blick. Doch hinter dem lustigen Kapuzenmännchen verbirgt sich das Symbol des Ku-Klux-Klans und die in den unendlichen Posen von Mensch, die Gefangenheit des Künstlers selbst wie in "Painting, Smoking, Eating (1973)" . Die Düsternis der Zeit versteckt im vermeidlich dekadentem und freundlichen Comic-Art-Rosa. Schwindel zwingt mich in die Knie. Bei " Sleeping (1977) " sieht man den Schlafenden kaum. In einem Berg voller Darm, Haut und Magen ragt eine Wimper über den Rand, die ihn zum Menschen macht, dessen Schlaf ich in Rot-Rosa zum Vergangenen erklärte. mehr_ http://www.deichtorhallen.de/index.php?id=380

Warme Farbe Blau

Adéle, stimmt etwas nicht? Die Irritation, wenn etwas nicht so ist, wie man gemein annimmt. Aber Blau kann eben auch eine warme Farbe sein. Der Film "Blau ist eine warme Farbe" (franz.: "La vie d'Adéle" ) basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Julie Maroh, in dem sich die Schülerin Adé´le in die Kunststudentin mit den blauen Haar verliebt. Sie liest begeistert " La Vie de Marianne" von Pierre Carlet de Marivaux aus dem 18. Jahrhundert im Bus, in dem die Überwindung der Klassengesellschaft thematisiert wird. Genau diese beiden Themen verbindet der Coming-of-age-Film, indem die Findung in der gleichgeschlechtlichen Liebe mit den Grenzen der sozialen Herkunft und der sexuelle Bedeutung der Liebe verbindet - in eindringlichen, eindeutigen Sequenzen aus dem Leben der Adéle. Voyeuristisch nah doch ohne übertriebene emotionale Spannungen Sehr dicht kommt der Zuschauer der Hauptdarstellerin in dem Film. In seiner leisen Beiläufigkeit gelicht...