Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Juni, 2012 angezeigt.

Nebelfahrt in drei Gängen

Ein Podium unter der freien Nebelglocke der Hansestadt. Hoch über Hamburg und Hafen, Kran in Grau und Grau. Da sollte einmal eine Seilbahn schweben. Kulisse wunderbar, auf dem Podest, von hier nach überall. Auch nach Süden, Wilhelmsburg verändern. Eine Seilbahn ist nur in der Vorstellung da, das Eröffnungsszenario ist fake, das Stück unangemeldet aber öffentlich. Guerilla-Theater an den Landungsbrücken, eine szenische Lesung von Friedrich von Borries, Daniel Kerber und Anna-Lena Wenzel mit Nebelmaschinen-Performance von FX Schröder. Mit Bauhelmen an weißen Hussen-Tischen stehen Bürgermeister, IBA-Leiter, Kuratorin, Aktivistin, Kreativmanagerin und Lokalreporterin und führen ein Rede-Spiel zwischen Schlagworten, kaum Dialog - über Kunst und Stadtentwicklung. Eine Seilbahn als neues Infrastrukturprojekt. "Loko" genannt und das bürgermeisterliche Zahnpastalächeln grinst erschreckend überzeugend. Unterbrochen von den Zwischenrufen eines einzigen Betroffenen, der neben Gartensc...

Klimt, die Welle zum Mosaik

Glück, Klimt, das Glück in wellenförmigen Linien gesucht, Sinnlich, Klimt, die Körper ineinander verwoben, in goldenen Mosaike gehüllt. Klimt, ein Kuss, die Liebenden, die Melancholie, die Ruhe, die Wollust, der Verfall, der Tod. Klimtjahr in Wien anlässlich des 150sten Geburtstages. Und die Ausstellung in der  Albertina  zeichnet Spuren nach, seine Suche nach Neuem, in der Secession, die Allegorien für Theater und Universität, den Portraits und Seelenstudien, und am Ende dann doch die Welt der Gefühle, worum sich alles dreht. Die Liebe, natürlich, die erhabene und doch so zweifelhafte. Und das Glück - in wellenförmigen Bewegungen, sinnlich, leidenschaftlich, ineinander verwoben - ist ein Mosaik.