Im Haus der Fotografie erzählen Peter Bialobrzeskis Werke von einer deutschen Heimat, einer zurückgezogenen, die sich hinter Fassaden verschanzt. Ihre Blicke an den Bushaltestellen sind auf den Bürgersteig gesenkt oder fokussieren Rücksitzbänke, Autolehnen, Kleinteile. Mal öffnet sich in dem Still ein Fenster Inimität, das die Kamera durch ein geöffnetes Garagentor erhascht. Mal greift der Fotograf grafisch und farblich harmonische Stadtausschnitte auf. Aber heimelich ist "Die Zweite Heimat" in den Hamburger Deichtorhallen nicht. Bunte Imbissbuden trohnen an Kreuzungen, rufen förmlich, versprechen eine Form der notwendigen Einkehr, des zwingenden Genusses. Hunger, mehr nicht. Frische, pastellfarbene Hausfassaden stapeln sich fensterlos auf, dahinter legt sich der Verfall über den milchigen, ebenen Himmel. Hinter dem warm beleuchteten und großzügigem Gartenpavillon ragt eine weiße, provisorisch errichtete Zelt-Stadt auf. Ein Kontrast der Behaglichkeit zwischen denen, die H...
Rezensionen und Gedanken