An einem Abend mit Victoria bleibt niemand nur Zuschauer. Ein naher Blick streicht über die Schulter der Spanierin und man taucht leise ein - in eine Berliner Nacht. Unterlegt mit einer Tonspur authentischen Geplappers. Zuerst. So beiläufig wie der Filmabend beginnt, mündet er in einen ausgewöhnlich exzessiven Abend. Der Morgen danach gleicht einem Katergefühl mit Albtraumbeigeschmack. In Echtzeit ohne Schnitt zuckte Sebastian Schipper s Film über die Leinwand. Ausgezeichnet . In die Rolle eines stimmlosen Passanten versetzt, verfolgt man erst die belanglosen Gespräche inmitten einer Partynacht. Sonne, Boxer, Blinker und Fuß sind gerade aus dem Berliner Club rausgeworfen worden, als die spanische Victoria sich mit dem Rad auf den Heimweg machen will. Die Jungs sind einfach sympathisch, waschechte Berliner eben. "Nichts hier mit zugezogen", scherzen sie in drunken English, eine eigene Sprache. Sie jobbt in einem Café, kennt kaum Leute. Erst recht keine Berliner. Sie fo...
Rezensionen und Gedanken