Ein Anti-Held in einer Gegenwelt, die sich ihr verzaubert gegenüberstellt, und wenn in diesem Theaterprojekt "Quijote. Trip zwischen die Welten" eben die Helden zwar Don heißen aber als Frau, Pferd und Wutbürger, als alles und jeder in Erscheinung treten, sind es wohl wir alle, die tölpelig durch diese Welt (ja, sie ist eine Bühne, Shakespeare!) taumeln, spielen um der Realität zu entfliehen, Rüstungen zur Entfremdung tragen, davon reiten um zu begrenzen und doch wiederkehren, um die Energie wie einen Staffelstab weiterzureichen.
Wer geben kann, hat alles.
Der Ritter von der traurigen Gestalt will seine eigene Geschichte nicht schließen, die er in Transformation durchquert, die lange noch nicht vorbei ist. Die Liebe ist platonisch und er abstinent, um ihr die Geschichte zu schreiben, von den Heldengeschichten, die keine sind. Etwas sein zu wollen, was man nicht ist. Die Geschichte, das eigene Buch fortzuschreiben, eine Figur zu sein - im Leben. Das Scheitern und unvollkommen sein, ist Thema des Stoffs, das von verschiendenen Autoren in dem Thalia-Theaterprojekt verarbeitet wurde.
Ein Eiland ohne Ei, welches Eiland denn? Pancho, der mit dem großen Bauch, kann nicht ohne Herr, ohne Kopf, den Ritter, die Welt durchschreiten, bekommt er in einer Illusion doch nie die eigene Insel, die ihm versprochen, aber auch nur ein Traum. Illusionen schmiegen sich in einen Geschichtenparkour zueinander.
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