Klaustrophobisch, abgeschnitten: Die 5 Kammern der Töchter liegen wie Waben nebeneinander, nur dort enthüllt sich Leben. Sie sind ihrer Freiheit und Feminität beraubt. In „Bernarda Albas Haus“ unter Regie von Katie Mitchell am Schauspielhaus Hamburg fühlt man den Schmerz, den lauten und den leisen, der Frauen. Ihre Gespräche kippen ineinander. Ein Chor der Enge. Die Bedrohung bleibt draußen, lauert im Hof und Licht der Laterne. Oder war es die Leidenschaft? Hinter dem eisernen Vorhang, der zu Boden fällt, wird alles still. Er trennt. Der Saal wird ins Schwarze getaucht. Selten war es so drückend einsam.
Wunderbare Inszenierung und eindrucksvolles Bühnenbild (Alex Eales). Zurecht ist das Stück dieses Jahr zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
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