Im Haus der Fotografie erzählen Peter Bialobrzeskis Werke von einer deutschen Heimat, einer zurückgezogenen, die sich hinter Fassaden verschanzt. Ihre Blicke an den Bushaltestellen sind auf den Bürgersteig gesenkt oder fokussieren Rücksitzbänke, Autolehnen, Kleinteile. Mal öffnet sich in dem Still ein Fenster Inimität, das die Kamera durch ein geöffnetes Garagentor erhascht. Mal greift der Fotograf grafisch und farblich harmonische Stadtausschnitte auf. Aber heimelich ist "Die Zweite Heimat" in den Hamburger Deichtorhallen nicht.
Bunte Imbissbuden trohnen an Kreuzungen, rufen förmlich, versprechen eine Form der notwendigen Einkehr, des zwingenden Genusses. Hunger, mehr nicht. Frische, pastellfarbene Hausfassaden stapeln sich fensterlos auf, dahinter legt sich der Verfall über den milchigen, ebenen Himmel. Hinter dem warm beleuchteten und großzügigem Gartenpavillon ragt eine weiße, provisorisch errichtete Zelt-Stadt auf. Ein Kontrast der Behaglichkeit zwischen denen, die Heimat haben und denen, die sie suchen. Kein Mensch ist zu sehen.
Alex Soth hingegen kommt den Heimatlosen näher, spürt sie im Broken Manual auf, sucht sie heim. Porträtiert die Scheuen, einen Attentäter, einen Aussteiger, einen Eremiten und hält die Kritzelein an ihren Wänden und die Seele in ihren "Höhlen" fest. Ein Mönch versinkt im Wald, ein Nackter steht im sumpfigen Grün wie ein Krieger. Sie alle verbindet der Rückzug, der Einklang mit der Natur und Einfachheit. Und etwas verstörend Unberechenbares. Manchmal sind sie nicht zu sehen. Nur ihre Spuren. Ihre Ausblicke. Ihre Habseeligkeiten. Ihr Unterschlupf. Dialogfetzen zur unerfüllten Vaterliebe - an vernagelten Wänden. Soth erzählt Geschichten.
ansehen: http://www.deichtorhallen.de/index.php?id=32
Bunte Imbissbuden trohnen an Kreuzungen, rufen förmlich, versprechen eine Form der notwendigen Einkehr, des zwingenden Genusses. Hunger, mehr nicht. Frische, pastellfarbene Hausfassaden stapeln sich fensterlos auf, dahinter legt sich der Verfall über den milchigen, ebenen Himmel. Hinter dem warm beleuchteten und großzügigem Gartenpavillon ragt eine weiße, provisorisch errichtete Zelt-Stadt auf. Ein Kontrast der Behaglichkeit zwischen denen, die Heimat haben und denen, die sie suchen. Kein Mensch ist zu sehen.
Alex Soth hingegen kommt den Heimatlosen näher, spürt sie im Broken Manual auf, sucht sie heim. Porträtiert die Scheuen, einen Attentäter, einen Aussteiger, einen Eremiten und hält die Kritzelein an ihren Wänden und die Seele in ihren "Höhlen" fest. Ein Mönch versinkt im Wald, ein Nackter steht im sumpfigen Grün wie ein Krieger. Sie alle verbindet der Rückzug, der Einklang mit der Natur und Einfachheit. Und etwas verstörend Unberechenbares. Manchmal sind sie nicht zu sehen. Nur ihre Spuren. Ihre Ausblicke. Ihre Habseeligkeiten. Ihr Unterschlupf. Dialogfetzen zur unerfüllten Vaterliebe - an vernagelten Wänden. Soth erzählt Geschichten.
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