Die Ameise ist ein schönes Tier. Sie ist nicht groß oder schön, aber sie nimmt sich selbst nicht so wichtig. Sie ist fleißig, sie produziert - wie der Künstler, ganz im Dienste in der Kunst.
Peter Sempel wirft in seinem Film "The animals of art" einen leisen Blick über die Schultern von Daniel Richter und Jonathan Meese, zeigt die Künstler in ihrem Tun und Element: dem Schaffen, der Arbeit und Kunst, so intim und verspielt, nervös und repräsentativ. Er streift die Kunstszene in beiläufigen Bildern und kurzen Statements und schafft es doch sie ziemlich genau und ohne Aufschrei abzubilden. Ausschnitte von Kunstbetrachtern auf Messen und in Museen, Hackenschuhe und Rückenansichten, kaum Mimik. Dazwischen blitzen Ansichten von Mönchen in Tibet. Verehrung. Betrachtung. Bewertung. Kurze Zitate, wobei nur Augen oder Münder sprechen. Dann wieder rutscht man ins Intime, das Atelier, die Arbeitssituation - und blickt in das Absurde, Leichtfertige und Sonderbare. Das was vor dem Werk steht, bevor es in die Öffentlichkeit gelangt, vor die Kamera oder auf die Bühne. Die Kamerafahrten über die Bilder, Farbberge oder Klassiker unterbrechen die Tieraufnahmen von Giraffen, Krokodilen, Vögeln und Affen. Tiere, die vermeidlich in Freiheit aber gleichwohl in Gefangenschaft leben - das ist "The Animals of art" oder "Von Menschen, Tieren und Musik", wie der Arbeitstitel im Abspann lautet. Musik ist überall und doch der nebensächliche und hintergründige Motor der Kunstproduktion, als solche sie Neo Rauch instrumentalisiert. Sagt er in der Dokumentation, wo er doch so selten Interviews gibt.
Das Farbenmischen als ein sinnlicher, verführerischer und lustvoller Akt: von der Leichtigkeit beim Malen bis zum Versauen der Werke. Beide agieren verspielt spielerisch. Kindergeburtstag. "Unsinn könnte man auch sagen, da steckt nichts von mir selbst drin", erklärt Meese und ist selbst die Parodie des Kunstmarkts, indem er die Personifikation der Kunst GROßsartig mit sich selbst inszeniert, um die Macht und den Mensch ausräumen und die Kunst auf das Werk, das Bild reduzieren will, weil es doch sonst nichts gebe. Keine Macht dem Mensch sondern der Kunst. "Die Diktatur der Kunst muss ausgerufen werden!"
"Das ist nicht positiv oder negativ. Das ist neutral.", sagt Meese, als würde sich jede Selbstverherrlichung oder gar Heroisierung in der Kunst verbieten, denn "da steckt nichts von mir drin", wie er wiederholt. Dabei dominiert seine Person den Film - neben Baselitz, Rauch und Richter, die wie die Tiere als Nebendarsteller erscheinen.
Peter Sempel wirft in seinem Film "The animals of art" einen leisen Blick über die Schultern von Daniel Richter und Jonathan Meese, zeigt die Künstler in ihrem Tun und Element: dem Schaffen, der Arbeit und Kunst, so intim und verspielt, nervös und repräsentativ. Er streift die Kunstszene in beiläufigen Bildern und kurzen Statements und schafft es doch sie ziemlich genau und ohne Aufschrei abzubilden. Ausschnitte von Kunstbetrachtern auf Messen und in Museen, Hackenschuhe und Rückenansichten, kaum Mimik. Dazwischen blitzen Ansichten von Mönchen in Tibet. Verehrung. Betrachtung. Bewertung. Kurze Zitate, wobei nur Augen oder Münder sprechen. Dann wieder rutscht man ins Intime, das Atelier, die Arbeitssituation - und blickt in das Absurde, Leichtfertige und Sonderbare. Das was vor dem Werk steht, bevor es in die Öffentlichkeit gelangt, vor die Kamera oder auf die Bühne. Die Kamerafahrten über die Bilder, Farbberge oder Klassiker unterbrechen die Tieraufnahmen von Giraffen, Krokodilen, Vögeln und Affen. Tiere, die vermeidlich in Freiheit aber gleichwohl in Gefangenschaft leben - das ist "The Animals of art" oder "Von Menschen, Tieren und Musik", wie der Arbeitstitel im Abspann lautet. Musik ist überall und doch der nebensächliche und hintergründige Motor der Kunstproduktion, als solche sie Neo Rauch instrumentalisiert. Sagt er in der Dokumentation, wo er doch so selten Interviews gibt.
Das Farbenmischen als ein sinnlicher, verführerischer und lustvoller Akt: von der Leichtigkeit beim Malen bis zum Versauen der Werke. Beide agieren verspielt spielerisch. Kindergeburtstag. "Unsinn könnte man auch sagen, da steckt nichts von mir selbst drin", erklärt Meese und ist selbst die Parodie des Kunstmarkts, indem er die Personifikation der Kunst GROßsartig mit sich selbst inszeniert, um die Macht und den Mensch ausräumen und die Kunst auf das Werk, das Bild reduzieren will, weil es doch sonst nichts gebe. Keine Macht dem Mensch sondern der Kunst. "Die Diktatur der Kunst muss ausgerufen werden!"
"Das ist nicht positiv oder negativ. Das ist neutral.", sagt Meese, als würde sich jede Selbstverherrlichung oder gar Heroisierung in der Kunst verbieten, denn "da steckt nichts von mir drin", wie er wiederholt. Dabei dominiert seine Person den Film - neben Baselitz, Rauch und Richter, die wie die Tiere als Nebendarsteller erscheinen.
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