"... finanziell war "Dirty Dancing" ein riesiger Erfolg, aber in
der großen Welt der großen Autorenfilme wurde er belächelt. Bis heute.
[...] In neun Aufsätzen würdigen verschiedene Autoren aus dem
Kulturbetrieb die politischen, feministischen, marxistischen wie
psychoanalytischen Bedeutungsebenen eines der beliebtesten Liebesfilme.
[...] Ein hochpolitisches, feministisches Werk also, jahrelang zu
Unrecht von der Filmkritik verschmäht." schreibt Judith Luig in Die Welt.
Die Lesung und Buch-Release-Party zu »Ich hatte die Zeit meines Lebens - Über den Film 'Dirty Dancing' und seine Bedeutung« im Golem war ein wenig holperig. Die thematischen Facetten des Films stellten Herausgeberin Hannah Pilarczyk sowie die AutorInnen Birgit Glombitza, David Kleingers und Christoph Twickel vor - und gespikten die Lesung mit den Filmszenen der größeren Bedeutung, bei denen das Publikum noch immer vergnügt quitscht. Da werden die begrenzten Filmmittel und Regiefehler genau aufgespürt, die Zeitsprünge und -einflüsse verortet, die jüdischen Spuren herausgestellet, die Figur des Mädchens aus dem Bildungsbürgertum dem jungen Tänzers aus einfachen Verhältnissen gegenübergestellt, der zum Tanz mit den Reichen wie der Prostitution verpflichtet ist. Die Geschlechterrollen lösen sich, wenn "Baby" zur Retterin und Heldin und Johnny zum hilflosen Jungen wird. Die kleine Rebellion des Verbotenen, des schmutzigen Tanz und der Liebe zu einem Tänzer, durchdringt den Film ja ohnhin. Kein Tanz-/Liebes- oder Kultfilm sonder ein Coming of age Film mit mehreren Bedeutungsebenen. Danke, dann dürfen wir also Fan sein!
mehr zum Event_https://www.facebook.com/events/301959679917397/
Verlag_http://www.verbrecherverlag.de/buch.php?id=732
Die Lesung und Buch-Release-Party zu »Ich hatte die Zeit meines Lebens - Über den Film 'Dirty Dancing' und seine Bedeutung« im Golem war ein wenig holperig. Die thematischen Facetten des Films stellten Herausgeberin Hannah Pilarczyk sowie die AutorInnen Birgit Glombitza, David Kleingers und Christoph Twickel vor - und gespikten die Lesung mit den Filmszenen der größeren Bedeutung, bei denen das Publikum noch immer vergnügt quitscht. Da werden die begrenzten Filmmittel und Regiefehler genau aufgespürt, die Zeitsprünge und -einflüsse verortet, die jüdischen Spuren herausgestellet, die Figur des Mädchens aus dem Bildungsbürgertum dem jungen Tänzers aus einfachen Verhältnissen gegenübergestellt, der zum Tanz mit den Reichen wie der Prostitution verpflichtet ist. Die Geschlechterrollen lösen sich, wenn "Baby" zur Retterin und Heldin und Johnny zum hilflosen Jungen wird. Die kleine Rebellion des Verbotenen, des schmutzigen Tanz und der Liebe zu einem Tänzer, durchdringt den Film ja ohnhin. Kein Tanz-/Liebes- oder Kultfilm sonder ein Coming of age Film mit mehreren Bedeutungsebenen. Danke, dann dürfen wir also Fan sein!
mehr zum Event_https://www.facebook.com/events/301959679917397/
Verlag_http://www.verbrecherverlag.de/buch.php?id=732
Kommentare
Kommentar veröffentlichen