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Expedition Happiness

Ganz die erwartete Portion Fernweg und Glücksversprechen stillt der Film "Expedition happiness" nicht. Die Filmemacher Felix Starck und Selima Taibi sind keine Hippies, die sich kreativ und ohne Geld durchs Land schlagen.


Können Aussteiger digital sein?

 Sie tragen saubere Kleidung, Anstrich und Interior ihres Busses riechen noch nach Farbe - und sie sind unterwegs online, posten Bilder von der Reise, um sie zu finanzieren. Vielleicht sind sie digitale Normaden. Sie sind keine Aussteiger-Charaktere, die in der Fortbewegung Glückerleben oder Eremiten, die sich in der Einfachheit der Dinge erden. Sie kaufen, von einem nicht näher erläuterten Startkapital, einen Schulbus und bauen ihn mit Bett, Couch, Küche und Bad aus, liebevoll und gemütlicher als manche Single-Wohnung. Immerhin ist das Bau-Projekt schon ein eigenständig herausforderndes, ganz unabhängig von der Reise. Die führt sie dann von Alaska bis nach Mexico.

Unterwegs online

Und zu den Selfies in nature kommen die Multicopter-Flüge, die Impressionen von Land und Weite einfangen. Denn mit Hund und viel Strecke im Zeitplan bleibt nicht viel Zeit für Wanderungen und echte Naturausflüge. Zu viele Selfies und in die Kamera gesprochene Monologe.

Authischer Erfahrungsbericht mit Musik-Überraschung

Denkt man aber daran, dass es eine der ersten weiten Reisen der beiden Twenty-somethings ist, lehren sie anderen doch einiges: die Schwierigkeiten beim Grenzübergang, die Gefahr des Draußenseins, die Gesundheitsrisiken für hitzempfindliche Hundebegleiter. Bei aller Emotion, die versucht wird auf dieser Reise einzufangen, fehlt es dem Film an doch Seele und Tiefgang. Vieles wirkt inszeniert und oberflächlich. Aber dadurch ist es auch ehrlich.

Am Ende bleibt der Soundtrack von mogli. Dass Taibi Sängerin ist, wird nur beiläufig erwähnt. In Kombination mit den Landschaftsaufnahmen aus der Luft sind die Songs das Beste des Selfmade-Roadmovies - neben dem weihnachtlichen Überraschungsabschluss, back in Germany.


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