Für den geschmeidigen Auftritt der Politik: Kunst(PR)Aktionen kommunizieren Kindertransporthilfe des Bundes
Mai 2014 und Syrien ist wieder in den Medien. Die Medienagenda mitbestimmen, unterdrückte Themen wieder in den Medien platzieren, das ist Aufgabe der PR von Interessenverbänden. Und Aufgabe der gesellschaftkritischen, politischen Kunst, denn sie hat mehr Mittel und Freiheiten. Sie darf unehrlich sein, die PR muss glaubwürdig bleiben.
Schön, Künstler zu sein und eine atemberaubende, aufwändige Kampage auf die Beine zu stellen, die nicht nur Familienministerin Manuela Schwesig erfolgreich und sympathisch in die Zeitung bringt, sondern auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit weckt. Als Medium der neuen Art bezeichnet Spiegel-Online-Redakteur Georg Diez die Kunstaktionen des Zentrums für politische Schönheit: "Sie schaffen sich die Nachrichten, die sie gern hätten, gleich selbst".
Nach dem Besuch im Bundeskanzeleramt (Link zum Beitrag in ZDF aspekte), bei der das Zentrum für politische Schönheit zwei Gerettete von "damals" anrollen und vorsprechen lässt, resümiert Aktionskünstler Philipp Ruch leise: "Die Bürokraten haben jetzt eine Lehre aus der Geschichte vorgelegt bekommen, und wir hoffen, dass das letzendlich mentale Auswirkungen auf ihren täglichen Alltag in den nächsten Wochen und Monaten."
Nein, egal worum es geht und mit welchen Mitteln: Womit die NGOs der Kinderhilfe mittlerweile in die Kritik gerieten (z.B. White Charity in Straßen aus Zucker, 09/2013, S. 13, Unicef versuchte es kürzlich mit einer andersarigen Kampagne), darf die Kunst zu Mitteln der Provokation greifen. Gerne, auch laut.
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Schön, Künstler zu sein und eine atemberaubende, aufwändige Kampage auf die Beine zu stellen, die nicht nur Familienministerin Manuela Schwesig erfolgreich und sympathisch in die Zeitung bringt, sondern auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit weckt. Als Medium der neuen Art bezeichnet Spiegel-Online-Redakteur Georg Diez die Kunstaktionen des Zentrums für politische Schönheit: "Sie schaffen sich die Nachrichten, die sie gern hätten, gleich selbst".
Kunst meets PR: Kindertransporthilfe des Bundes
Man kommuniziere einfach die erfreuliche Botschaft - mit Hilfe der und in den überregionalen Medien, dass das Familienministerim 50.000 syrische Kinder nach Deutschland bringe. Das Banner zum Auftakt der Aktion mit geklautem Logo des Ministeriums wird ausgerollt, die Website der Kindertransporthilfe www.1aus100.de steht und in Containern werden Aufnahmen aus Syrien gezeigt: Kinder, die sich für die Aktion bei Schwesig bedanken. Blumen zum Dank vor dem Familienministerium. So gut ist Deutschland nun, selbst wurden mit der Kindertransporthilfe 1938/39 viele aus Deutschland gerettet. In den Medien Fotos der freundlichen Ministerin, symapthisch diese Frau, die Pressesprecher des Ministeriums wären aus dem Häuschen, wäre alles echt und ihr Verdienst.Nach dem Besuch im Bundeskanzeleramt (Link zum Beitrag in ZDF aspekte), bei der das Zentrum für politische Schönheit zwei Gerettete von "damals" anrollen und vorsprechen lässt, resümiert Aktionskünstler Philipp Ruch leise: "Die Bürokraten haben jetzt eine Lehre aus der Geschichte vorgelegt bekommen, und wir hoffen, dass das letzendlich mentale Auswirkungen auf ihren täglichen Alltag in den nächsten Wochen und Monaten."
Nachhaltige Aufmerksamkeit und die Grenzen der Kunst
Aktionen, die verdrängte, vielleicht ungeliebte, lösungsoffene Themen der Politik überspitzt ad absurdum treiben - mit echten Videomaterial aus Syrien, gekoppelt an die Realität der Kinder und in Schlingensief-Manier provokativ auf die Bühne der Öffentlichkeit bringt. Pflegefamilien gesucht: 1 von 100 heißt die Devise, wenn dazu aufgefordert wird im Countdown Kinder aufzunehmen. Klar, gibt es nicht nur die Kinder, auch nicht nur Syrien als Konfliktherd und auch unendlich viel vorgeführtes Leid auf Kosten einer nicht reparablen Realität?Nein, egal worum es geht und mit welchen Mitteln: Womit die NGOs der Kinderhilfe mittlerweile in die Kritik gerieten (z.B. White Charity in Straßen aus Zucker, 09/2013, S. 13, Unicef versuchte es kürzlich mit einer andersarigen Kampagne), darf die Kunst zu Mitteln der Provokation greifen. Gerne, auch laut.
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