Ein angenehm gefülltes Knust, in der ersten Reihe auf dem Boden sitzen und Blaudzun bestaunen. Die Band um den Sänger Johannes Sigmond, dessen Bruder Jacob auf der E-Gitarre geigt und der Keyboarder mit Pony energisch das Schlagzeug haut. Ein Schüchterner am Akkordeon, die rothaarige Grazile mit der Geige stahlt und ein Barfüßiger Truckercap hüpft im Hintergrund neben dem Drummer. Ein sympathischer Anblick der holländischen Hünen und ein beruhigend, ausgleichend musikalisches Erlebnis. Tanzen im Lichtkegel, wenn die Band die Quiet german girls besingt. Mitsummen bei she talks to "elephants" und schließlich ein Publikumschor bei solar "It hurt's too much to stay but I won't let go..." Mit der Ukulele im Publikum stimmen Blaudzun "The wolf's behind the glass" wie ein Schlaflied an, in der Ruhe, wenn die Gefahr sichtbar hinter Glasscheiben ruht, streunt Hamburg beruhigt in die Betten. Slaap lekker!
Er zwingt zu Geduld und akustischer Ausdauer. Hans Unstern und Band schwindelt nicht, er überzieht, wie einmal lang Luftanhalten ist das meditativ-psychedelische Schalgzeugsolo, das den instrumentalen Einstieg von "Bea criminal" in das Konzert trommelt. Bei "Ich schäme mich" , setzt die Stimme klangvoll ein. Die Riesentuba und der Mann hinter den Saiten der Harfe klagt vom Mut, den er doch auch nicht hat und zieht die Stirn unter haarigen Augenbrauen in Runzeln. ".. den großen Streichelzoo im Nacken, mit oder ohne dickem Fell bleiben Ratschläge Schläge und Gitterstäbe Gitterstäbe .. " Unsterns lebendiges Pseudonym reiht sich als Bandmitglied in die Frontrow, klärt auf, was unverstanden blieb. Sie ist Teil der Band. Kein Schwindel? Und eine erstaunlich bunte Truppe, eine Band, die keine optische Einheit bilden muss, um dem Anspruch der Ausgefallenheit und Vielfalt zu entsprechen, nichts ist gefällig oder nur schön. Der Unstern hat Zöpfe, zwei und ...
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