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Warum das Kind in der Polenta kocht

So lautet wohl eine rumänische Kindergeschichte, nicht grausiger in ihrer Warnung als das rumänische Leben eines Gypsie-Mädchens ohnehin. Wie kam das Kind in den Topf der kochenden Polenta? Sucht es nach Schuld, wenn es alle bruatalen Szenarien von Irrtum bis Versuchung aufführt - für das eigene Schicksal?

In dem mit Vorhängenen zugeknöpften Bus auf einem Parkplatz in der Schanze steigt das Mädchen zum Publikum und erzählt eindringlich ihre Geschichte, nimmt das Publikum mit, das sie nicht aussteigen lassen will.

Ein Normadenleben, zwischen Blocks, Wohnwagen und Mädchenheim. Immer ein anderer Ort ist zu Hause. Sobald sie das blaue Tuch ausbreitet, ist sie überall zu Hause.. denn dann ist das Meer bei ihr. Die kleinste Nische reicht. Die Tür des Wohnwagens zuziehen. Und Ausland ist ueberall. Spricht Gott verschiedene Sprachen? Der Himmel ist so weit.

Die Angst vorm Verlust der Mutter, die sich Jahr für Jahr in der Manege an den Haaren aufhängt, und sie gleichzeitig tot zu wünschen. Sie ist der Grund für ihr Sein. Und den Vater göttlich zu verehren, im festen Glauben daran, dass er ihr Ruhm bereiten wird, soll, ihr zweiter Name für die Bühne. Das große Haus, sie im Fernsehen, ein Pool. Ein Lebenstraum, der nur mit Geld zu machen ist.

Doch, was ist, wenn das Kind in der Polenta kocht. Und der Rand zu hoch scheint um diesem brodelnden Ursprung zu entrinnen.

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